Die Anstalt: Kleines Kompendium zum Mietrecht

Sie interessieren sich für so spannende Dinge wie die Modernisierungskostenumlage im Wohnraummietrecht oder für die Auswirkungen von Airbnb auf den lokalen Wohnungsmarkt. Was genau sind eigentlich Sozialwohnungen und wieviele davon gibt es eigentlich noch? Sie wollten schon immer mal die Hintergründe zur Privatisierung von städtischem Wohnungsbestand beleuchted wissen und erfahren, warum die Mietpreisbremse eigentlich nicht funktioniert. Was hat es mit der angeblichen “Dämpfungswirkung” des Mietspiegels auf sich?

Folgen Sie mir unauffällig: Max Uthoff und Claus von Wagner beackern in 50 kurzweiligen Minuten das gesamte Dilemma des Wohnens. Die für den ganzen Unfug politisch Verantwortlichen werden präzise benannt:

https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt

Kleinere sprachliche Ungenauigkeiten sind nachzulassen.

Ab Minute 44.30 erklärt von Wagner, was es mit dem Mietspiegel auf sich hat. Da wird behauptet, dass in den Mietspiegel “nur die Mieten der neu vermieteten Wohnungen der letzten 4 Jahre” einfließen. Das ist nicht ganz richtig: Im Mietspiegel werden die Neumieten der letzten 4 Jahre berücksichtigt, also auch diejenigen Wohnungen, bei denen die Miete in den letzten vier Jahren neu vereinbart oder geändert wurde (z.B. durch Mieterhöhung). Bestandsmieten, die z.B. älter als 4 Jahre sind, werden tatsächlich aber nicht im Mietspiegel berücksichtigt. Deshalb ist auch die “Dämpfungswirkung” des Mietspiegels eher heiße Luft. Gleichwohl verhandelt die “GroKo” derzeit (wohl) darüber, ob dieser berücksichtigungsfähige Zeitraum nicht auf (mindestens) 6 Jahre ausgedehnt werden muss.      

Rechtsanwalt in Dresden
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